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Personalmanagement Riemann – Ihr Erfolg beginnt immer mit der richtigen Strategie
Das Anschreiben
Es ist Ihr Werbeschreiben. In seiner Wirkung wird es aber häufig überschätzt. Trotzdem muss das Anschreiben sorgfältig erstellt und individuell angepasst werden! Dabei sollten Sie die Begriffe der Unternehmenssprache »aktiv« aufnehmen.
Zeigen Sie, dass Sie verstanden haben was das Unternehmen sucht und beschreiben Sie Ihren Nutzen und Ihre bisherigen Erfolge genau für diese Aufgabe. Und nicht in »Ich-Form« Ihre Vergangenheit, die liest man in Ihrem
innovativen Lebenslauf.
Vermeiden Sie auf jeden Fall die häufig zu lesenden sprachlichen Allgemeinplätze wie »Ihr Stellenangebot interessiert mich« oder noch schlimmer »ich suche eine interessante Stelle, was können Sie mir bieten?«. Denn kein Entscheider sucht neue Versorgungsfälle sondern Menschen, die die Unternehmensziele mit erreichen wollen.
Stellen Sie sich vor Ihrer Bewerbung folgende Fragen:
- Was spricht mich gerade an dieser Aufgabenstellung oder diesem Unternehmen an?
- Erfülle ich die gesuchten Anforderungen?
- Welche fachlichen und persönlichen Kompetenzen (= Erfahrung & Erfolg) kann ich einbringen?
- Welchen Nutzen kann ich damit dem Unternehmen bieten?
Versetzen Sie sich dann in die Situation des Entscheiders und stellen sich »seine« Frage: warum sollte ich gerade diese/n Bewerber/in einladen?
Mit AIDA punkten
Bringen Sie dann Ihre Antworten in zwei oder drei kurzen und prägnanten Absätzen unter. Halten Sie sich dabei an das AIDA-Konzept:
- Aufmerksamkeit - beschreiben Sie schon in der »Überschrift« kurz Ihren Nutzen für die gewünschte Aufgabe
- Interesse - wecken Sie dann das Interesse des Entscheiders in dem Sie sein »Problem« aufgreifen
- Drang - beweisen Sie dann Ihren Nutzen mit 2 oder 3 Erfolgen, die Sie für diese oder eine ähnliche Aufgabe schon erzielt haben
- Aktion - ... und stellen Sie dar, wie Sie dies anpacken werden. Beschreiben Sie dies dann mit aktivem Satzbau. Den Abschluß sollten Sie übrigens nicht mit einer Aufforderung zur Einladung abschließen, das hält man für zu aufdringlich. Freuen Sie sich lieber auf eine Kontaktaufnahme und wünschen Sie dann noch eine erfolgreiche Woche.
Wenn Sie sich an dieses Schema halten, dann haben Sie die gewünschte und notwendige Aufmerksamkeit, um aus der Masse der Mitbewerber herauszustechen.
Verzichten Sie daher auf eine Darstellung Ihrer Vergangenheit, die steht im
innovativen Lebenslauf. Und nehmen Sie besser aktiv die Begriffe der Anzeige oder Ihres Stellenwunsches auf. Dies sind häufig die geforderten
Schlüsselqualifikationen / Kompetenzbegriffe. Und wenn Sie sich aus einer festen Stelle heraus neu orientieren, dann sollten Sie im Anschreiben auch den Wechselgrund und Ihre Kündigungsfristen nicht vergessen.
Ihr Ansprechpartner – der Entscheider
Vergessen Sie nicht, den konkreten Ansprechpartner oder die Ansprechpartnerin korrekt zu benennen. Dies muss nicht zwangsläufig der Leiter der Personalabteilung sein, häufig ist es auch der Entscheider der Fachabteilung. Anschreiben, die sich nur an »Sehr geehrte Damen und Herren« richten, erzeugen gleich zu Beginn einen uninformierten Eindruck.
Sie kennen den Entscheider nicht? Dann recherchieren Sie ihn doch! Häufig finden Sie entsprechende Angaben schon auf der Firmenhomepage, über Google oder bei
mit seinen Fachgruppen und persönlichen Profilen. Aber auch Branchenseminare und deren Referenten oder Fachzeitschriften sind oft eine gute Quelle, die Entscheider Ihrer Wunschfirma zu identifizieren. Oder Sie rufen einfach einmal in der Telefonzentrale an.
Beantworten Sie alles
Beantworten Sie grundsätzlich alle in der Stellenanzeige gestellten Fragen, auch die nach dem Gehalt. Geben Sie die Jahressumme und nicht eine Monatsvergütung an, denn Sie wissen nicht, ob das neue Unternehmen 12, 13 oder 14 Zahltermine hat. Die Zeiten, in denen man bei einem Wechsel 20% aufschlagen konnte, sind übrigens vorbei. Auch wenn die Gehälter seit 2007 wieder steigen, werden die Konsequenzen der Finanzkrise diesen Anstieg sehr schnell stoppen. Informieren Sie sich daher nicht nur im Internet, was üblich ist.
Aus einer festen Anstellung heraus sollten Sie auch den Grund Ihres Wechsels und Ihre Kündigungsfrist nicht vergessen. Und schreiben Sie nicht, Sie würden eine Einladung für ein Vorstellungsgespräch »gerne erwarten«, das ist vermessen. Freuen Sie sich lieber auf eine Kontaktaufnahme.
Insgesamt gliedert sich dann Ihr persönliches Anschreiben an das Unternehmen in vier oder fünf übersichtliche Absätze. Denn das Anschreiben sollte – auch bei Führungskräften – nicht mehr als eine Seite umfassen.
Teil 3: Der innovative Lebenslauf
Partner der ARUS Consulting | München | www.arus-consulting.de

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