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Personalmanagement Riemann – Erfolg beginnt immer mit der richtigen Strategie
Die Form der schriftlichen Bewerbung und Alternativen
Ihre Bewerbungsstrategie, in Form der Unterlagen, muss nicht nur gelesen sondern verstanden werden; und sie muss zum Unternehmen passen. Eine gute, an die Stellenanzeige oder Wunschfunktion angepasste und erstellte Bewerbungsmappe besteht daher heute aus den folgenden Teilen:
Anschreiben
innovativer Lebenslauf
Kompetenzprofil
Arbeitszeugnisse der letzten drei oder vier Unternehmen – entspricht der letzten 10 Jahre. Diese sollte man, gerade bei Führungskräften mit zwei oder drei guten Referenzen ergänzen.- Diplom(e) oder Berufsqualifikation(en) mit Noten.
Verzichten Sie auf ein Deckblatt mit Ihrem Bild. Dies ist nur eine Leerinformation, die den Entscheider beim Blättern und Lesen eher stört. Das Foto gehört auch heute noch auf den Lebenslauf, trotz »Allgemeinem Gleichbehandlungsgesetz (AGG)«. Denn spätestens im Vorstellungsgespräch würde man Sie sowieso sehen. Fortbildungsbestätigungen, universitäre Scheine, ganze Diplom- oder Hausarbeiten legt man heute nicht mehr bei.
Die Wirkung der richtigen Gestaltung der Bewerbungsunterlagen sollte nicht unterschätzt werden. Denn in einer Befragung antworteten Personalchefs zur Qualität der Bewerbungen (Quelle karriere 2007):
Nur 20 % sind gut, 45 % allenfalls akzeptabel und 35 % sind unbefriedigend.
Tipps zur Gestaltung
- handhabbare Kunsstoffmappe, DIN A4, mit Klarsichtdeckel, die von selbst aufgeschlagen bleibt
- keinesfalls eine "undurchsichtige", aufklappbare 3-teilige Pappmappe
- weißes oder nur leicht getöntes, gutes Papier mit 90 bis 100 g/m², auch für die Kopien
- alle selbst erstellten Dokumente tragen Ihren Namen, Anschrift und Erreichbarkeit
- einheitliches Layout mit gleicher Schrifttype für alle selbsterstellten Seiten
- keine Kursiv- und nur wenig Fettschrift, vielleicht ähnlich der des Zielunternehmens
- nutzen Sie für den Aufbau das gesamte Blatt und verwenden Sie eine einheitliche Schriftgröße von 9 bis 11 Pica
- orientieren Sie sich an der DIN 5008. Tipps finden Sie in der
Wikipedia, Stichwort Brief - professionelles Foto vom Fotografen, warum nicht in s/w?, ca. 4,5 cm x 6 cm, keinesfalls aus dem Automaten
- sichern Sie sich alle Rechte an Ihrem Bild, dies vermeidet später Probleme wenn Sie es auf einer Website verwenden
- achten Sie auf gute Kopien Ihrer Zeugnisse, also keine schwarzen Ränder, Streifen oder schiefe Darstellung
- prüfen Sie mindestens zweimal, ob alle Unterlagen Ihre korrekten Daten zur Erreichbarkeit beinhalten
- zur Erreichbarkeit gehören heute ein Mobiltelefon und eine eigene E-Mail Adresse
- prüfen Sie mindestens dreimal Ihre Rechtschreibung.
Mit einer so gestalteten Bewerbungsmappe schaffen Sie den Sprung über die erste Hürde der Vorauswahl. Den Briefumschlag kann gerne eine Sonderbriefmarke zieren, keinesfalls aber ein Einschreibenvermerk.
Alternativen zur schriftlichen Bewerbung
Eine E-Mail als Alternative zum Postweg?
Eine E-Mail mit angehängten Bewerbungsunterlagen wird heute vielfach gewünscht. Aber eben noch nicht alle Unternehmen akzeptieren Ihre Unterlagen in dieser Form. Finden Sie keine Hinweise, dann erkundigen Sie sich lieber in der Personal- oder Fachabteilung. Wenn ja, dann senden Sie alle Unterlagen einschließlich des Anschreibens in nur einem PDF. In den »Body« kommt nur der Hinweis auf das Stellenangebot oder Ihr Nutzen und Ihr Name.
Denken Sie auch daran, dem angehängten Dokument einen vernünftigen Namen zu geben wie »Ihr_Name_Position.pdf«. Die Datei sollte nicht größer als zwei Megabyte sein. Und legen Sie sich eine E-Mail-Adresse zu, die mindestens Ihren vollen Nachnamen, statt »12345@xyz.net«, enthält und verzichten Sie besser auf Freemailer mit Werbebotschaften (siehe
Grafik). Es ist eben schlicht auch eine Frage des Stils, ob Sie selbst als Nummer gesehen werden wollen. Auch das aufkommende Verschlüsseln von E-Mails ist derzeit noch keine gute Lösung.
Verwenden Sie für Ihre Dokumente keine Komprimierungsprogramme (*.zip oder *.rar) oder packen diese sogar als selbstausführendes Programme (*.exe). Versenden Sie die Datei auch keinesfalls in einem der Office-Formate (*.doc. *.xls oder *.opd). Hier können unterschiedliche Programmversionen und Computereinstellungen beim Empfänger Ihr Dokument so verändern, dass Sie schon aus formalen Gründen ausscheiden. Da auch die Makro-Virengefahr häufig Microsoft-Produkte trifft, lassen manche Firmenserver den Empfang von Office Dateien nicht zu oder löschen kurzerhand Dokumente in diesen Formaten. In Open Office können Sie PDF's mit einem Knopfdruck erzeugen, für Microsoft Office gibt es kostenlose Erweiterungen (
siehe Links & Tipps).
Der eigene Internetauftritt
Internetspuren: 57 % der Berater
haben Bewerber schon aus dem
Verfahren genommen, weil Sie
im Netz negativ auffallen.
Quelle: BDU, Oktober 2007
Eine eigene Bewerberseite ins Internet zu stellen und zu pflegen ist grundsätzlich kein schlechter Ansatz. Sie vergeben aber die Chance, Ihren jeweiligen Nutzen für die beworbene Stelle oder Ihre Initiativbewerbung individuell darzustellen.
Versprechen Sie sich daher von der Veröffentlichung nicht zu viel. Alleine die Registrierung Ihrer Internetseite im Netz, damit sie »gegoogelt« werden kann, dauert darüber hinaus schon Monate.
Die Erstellung der Inhalte ist aber eine gute Übung, um Ihre Kompetenzen konzentriert darzustellen. Und mit einer eigenen Internetseite erhalten Sie von Ihrem Provider auch eigene E-Mail Adressen. Senden Sie aber keinesfalls eine E-Mail mit nur dem Link auf Ihre »Website« als Bewerbung.
Und achten Sie auf Ihre Beiträge und Ihr Verhalten in Internetforen, in Blogs, auf Twitter & Co. und auf Ihrer privaten »Website«. Denn das Netz vergisst nichts! Und auch wenn Sie einen »Nickname« verwenden, Ihr wirklicher Name ist ermittelbar. Denn wie 57 % der KollegInnen, überprüfe ich Kandidaten auch über das Internet.
Bewerbungsportale der Unternehmen
Zunehmend nutzen Unternehmen die Möglichkeiten des Internets und stellen auf ihre Seiten Online-Bewerbungsformulare. Sie korrekt und vollständig auszufüllen ist ein »muss«, wenn das Unternehmen nur über diesen Weg den Kontakt wünscht. Achten Sie insbesondere darauf, die Schlüsselbegriffe der angebotenen Stelle aufzugreifen, da häufig eine entsprechende interne Suchsoftware eingesetzt wird.
Gerade bei der Online-Bewerbung sind Rechtschreibfehler »vorprogrammiert«. Nutzen Sie daher die technischen Möglichkeiten und installieren Sie entsprechende Rechtschreibprüfungs-Erweiterungen für Ihren Browser oder prüfen Sie vorher längere Texte mit Ihrem Textverarbeitungsprogramm. Mit [Strg] + [C] können Sie diese ja dann ganz einfach kopieren und mit [Strg] + [V] wieder in das entsprechende Browserfeld einsetzen.
Bewerbungsportale von Online-Jobbörsen oder Online-Netzwerken
Auch in gute, große Online-Jobbörsen oder Netzwerke sollten Sie Ihre Bewerbungsdaten einstellen. Überlegen Sie aber genau, was Sie dort hinterlegen, denn das Netz vergisst nichts. Einen Erfolg werden Sie nur erzielen, wenn Sie sich so präzise wie möglich mit Ihrem Nutzen dort einstellen.
Eine kleine Auswahl von Online-Jobbörsen und ein Kontaktnetzwerk, die auch von Arbeitgebern häufig abgefragt werden:
Bundesagentur für Arbeit, bietet die wohl umfangreichsten Angebote
Gigajob.de, eine Jobplattform für Unternehmen und Bewerber
placement24, eine neue Plattform für Headhunter
, Deutschlands größtes Business-Kontaktnetzwerk
Ein absolutes »out« ist aber der automatisierte Versand, also ohne vorherige Rückfrage an Sie, Ihrer Daten aus Jobbörsen. Die Qualität ist von Ihnen nicht steuerbar. Von der fehlenden Möglichkeit, individuell auf das Stellenangebot reagieren und eingehen zu können, ganz zu schweigen.
Kreative Formen
Verzichten Sie auf Sonderformate Ihrer Unterlagen einschließlich Ihres Bewerbungsbildes, wenn Sie nicht gerade in einem grafischen oder künstlerischen Beruf arbeiten. Und auch auf eine persönliche Vorsprache ohne Termin oder die Zustellung Ihrer Bewerbung durch den Pizzadienst kommen in der Regel nicht gut an.
Verhalten der Unternehmen
Sie haben Ihre Unterlagen an das Wunschunternehmen verschickt und erhalten keine Antwort? Nach rund drei bis vier Wochen dürfen Sie nachfragen und sich auch in Erinnerung bringen.
Und wenn Sie nichts mehr hören? Ärgern Sie sich nicht! Leider nimmt die Zahl der Verantwortlichen in den Unternehmen zu, die weder einen Zwischenbescheid verschicken noch Ihnen Ihre Unterlagen zurücksenden. Die Kostensenkungsprogramme der letzten Jahre sind wohl auch bei den Personalabteilungen nicht wirkungslos geblieben, denn der eigentlich stilvolle Umgang mit den potenziell zukünftigen Mitarbeitern nimmt in diesem Punkt spürbar ab.
Teil 7: Das Vorstellungsgespräch
Partner der ARUS Consulting | München | www.arus-consulting.de


Form der Bewerbung


München - Greifenberg am Ammersee