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Personalmanagement Riemann – Erfolg beginnt immer mit der richtigen Strategie
Die Kompetenzbegriffe
Neben der Fachkompetenz, also das aus einer Berufsausbildung oder einem Studium und einer erfolgreichen Anwendung in der Praxis, erworbene Wissen, werden die außerfachlichen Kompetenzen, auch Schlüsselqualifikationen oder Soft Skills genannt, für die Besetzung von Stellen und Aufgaben immer wichtiger.
Die sogenannten Basis-Kompetenzen, über die jeder Mensch für seinen jeweiligen Arbeitsbereich verfügen sollte – und an denen man im Rahmen des lebenslanges Lernens immer wieder arbeiten muss – wurden übrigens durch die Europäische Union definiert und finden sich
am Ende der Seite
Die nachfolgenden, ausgewählten Beschreibungen sollen Ihnen helfen, die Begriffe der Schlüsselqualifikationen besser zu verstehen und ihren praktischen Nutzen zu erkennen.
Die Erläuterungen zu diesen Begriffen können nicht den Anspruch erheben, eine allgemein gültige Definition zu bieten. Sie sollen in erster Linie dazu dienen, die Erstellung eines Kompetenzprofils zu erleichtern.
Persönliche oder personale Kompetenz
Belastbarkeit
Belastbar zu sein bedeutet eine hohe Arbeitsbelastung gut bewältigen aber auch Niederlagen verkraften zu können und Haltung wahren zu können. Diese Fähigkeit erwächst durch Erfahrungen und erfordert Selbstdisziplin, geistige Konzentration, Stressresistenz und Ausgeglichenheit.
Fremdsprachen
Das Beherrschen einer Fremdsprache sollte fester Bestandteil der persönlichen Fortbildung sein. Der Gemeinsame Europäischer Referenzrahmen (GER) legt Empfehlung vor, die den Spracherwerb, die Sprachanwendung und die Sprachkompetenz bedarfsorientiert, transparent und vergleichbar machen.
In drei Ebenen mit je zwei Niveaus werden die Fähigkeiten in den Bereichen Erfahrungen beschreiben, Sach-Informationsaustausch und Alltagssituationen wie folgt beschrieben:
- A Elementare Sprachverwendung (A1 und A2)
- B Selbständige Sprachverwendung (B1 und B2)
- C Kompetente Sprachverwendung (C1 fortgeschrittenes Niveau; C2 nahezu muttersprachlich)
In seinem Kompetenzprofil sollte man sein persönliches Sprachvermögen in dieser modernen Reihenfolge mit z. B. »Verstehen B2, Sprechen B1, Schreiben A2« angeben. Auch damit unterscheidet man sich positiv von den üblichen Angaben.
Eine Erläuterung de Ebenen findet sich unter
Wikipedia: Europäische Referenzrahmen für Sprachen, weiterführende Informationen finden sich auf den Seiten des
Goethe-Instituts.
Kritikfähigkeit
Kritikfähigkeit zeigt sich nicht nur im Vermögen andere zu kritisieren sondern insbesondere auch darin selbst Kritik annehmen und verarbeiten und damit positiv mit umgehen zu können.
Sonstiges
Unter dem Stichwort »Persönliche Kompetenz« können auch alle die Fähigkeiten und Erfolge erfasst werden, die man innerhalb des Kompetenzprofils nicht den anderen vier Kompetenzen zuordnen kann.
Dies können besondere, nicht unbedingt für die Aufgabenstellung notwendige Fertigkeiten, z.B. Hard- und Softwarepraxis oder Erfahrungen aus dem Ausland sein.
Verantwortungsbewusstsein
Verantwortungsbewusstsein bezeichnet die Fähigkeit, bestehende Verpflichtungen »innerlich« anzuerkennen und ihnen gemäß zu handeln.
Verbindlichkeit
Verbindlichkeit bedeutet das selbstständige Einhalten von Absprachen insbesondere hinsichtlich vereinbarter Termine und zugesagter Leistungen.
Zuverlässigkeit
Unter Zuverlässigkeit versteht man die korrekte, genaue und pünktliche Erledigung der vereinbarten Aufgabe.
Führungskompetenz
Durchsetzungsvermögen
Durchsetzungsvermögen ist die Bereitschaft und Fähigkeit einer Person, ihre Ziele auch dann weiterzuverfolgen und zu erreichen, wenn sie dabei von anderen Personen Widerstand erfährt. Bei diesem zielgerichteten, flexiblen und überzeugenden Verhalten werden aber auftretende Konflikte offen und fair geregelt.
Entscheidungskompetenz
Entscheidungsstärke bedeutet in schwierigen Situationen rechtzeitig klare Entscheidung zu treffen und diese offen zu vertreten.
Projektleitungsfähigkeit
Ist die Fähigkeit unterschiedliche Menschen – sowohl in ihrer Fachlich- wie auch der Persönlichkeit – rasch zu einer funktionierten Gruppe und in einer zielorientierten Gruppenarbeit führen zu können.
Sozialkompetenz
Einfühlungsvermögen
Einfühlungsvermögen ist die Bereitschaft und Fähigkeit sich in andere Menschen und Situationen hineinversetzen zu können. Es ist die Fähigkeit zum Verstehen und Begreifen der Menschen in ihrem Verhalten und ihrer Handlungen, ihren Absichten und Bedürfnissen sowie Gefühlen und Gedanken.
Kommunikationskompetenz
Kommunikative Kompetenz ist die Fähigkeit sowohl seine Gedanken überzeugend schriftlich oder mündlich darstellen und auszudrücken wie auch die anderer Personen empfangen und verarbeiten zu können. Gerade letzteres, das aktive Zuhören, ist dabei die wesentlichere Fähigkeit.
Konfliktlösungskompetenz
Konfliktlösungsfähigkeit ist die Fähigkeit in der Zusammenarbeit zwischen unterschiedlichen »Interessensvertretern« auftretende Konflikte im positiven Sinne zu lösen können. dies setzt einen gewissen »Pragmatismus«, das Entwickeln alternativer Konzepte, sowie die Fähigkeit zu Kompromissen voraus.
Kooperations- oder Teamfähigkeit
Ist die nicht nur Fähigkeit in einer Gruppe zu arbeiten sondern ein Teil dieses Teams zu sein. Dies setzt voraus, dass dabei die jeweiligen KollegInnen in Leistung und Persönlichkeit respektiert werden und selbst Lösungsbeiträge geliefert werden.
Methodenkompetenz
Konzeptionelle Fähigkeiten
Konzeptionelle Fähigkeiten werden vor allem dann benötigt, wenn zur Bewältigung einer Aufgabe keine Vorgehensweisen vorgegeben sind. Das Entwickeln einer Konzeption bedeutet in diesem Fall, ein Gerüst aufzustellen, mit dessen Hilfe das entsprechende Ziel in einer bestimmten Zeit erreicht werden kann.
Managementfähigkeit
Auch häufig als unternehmerisches Denken bezeichnet. Mitarbeiter, die sich mit der Vision und Strategie des Unternehmens identifizieren, interessieren sich auch für die Ergebnisse ihrer Arbeit und sind dementsprechend bereit, sich für das Unternehmen einzusetzen und dessen Interessen möglichst Gewinn bringend oder kundenorientiert zu vertreten.
Organisationskompetenz
Organisationskompetenz ist das Vermögen, Zeit, personelle und sachliche Ressourcen sinnvoll einteilen zu können.
Präsentationsvermögen
Präsentationskompetenz zeigt das Vermögen Informationen »mit den Augen der Empfänger« aufzubereiten und darzustellen.
Wobei für die Wirkung Ihrer Person folgende Faustregel gilt: 55 % Körpersprache; 38 % Stimm- und Ausdrucksvermögen und nur 7 % Inhalt. Das sind die Anteile, in der die Präsentation vom Empfänger wahrgenommen wird. Für einen bleibenden Gesamteindruck einer Präsentation sind daher nicht nur das Beherrschen der Techniken und des Themas sondern vor allem die Persönlichkeit des Präsentierenden und sein Kontakt zum Publikum
entscheidend (
siehe Grafik).
Strukturierendes Denken
Strukturierendes Denken ist die Fähigkeit, die Menge verschiedenartigster Aufgaben und Probleme so strukturiert anzugehen, dass ein für Dritte schlüssiges Ergebnis entsteht.
Zeitmanagement
Der wesentliche Leitsatz guten Zeitmanagements ist: »Nicht Dinge richtig machen, sondern die richtigen Dinge machen«, das heißt: Analysieren, Prioritäten setzen, Ziele definieren und verfolgen.
Schlüsselqualifikationen des lebenslangen Lernens
Für den Bereich der beruflichen Fortbildung hat die Europäische Union bereits 2006, unter dem Aspekt eines lebensbegleitendem Lernen, für alle EU-Bürger einen Rahmen für Schlüsselkompetenzen geschaffen (
EMPFEHLUNG DES EUROPÄISCHEN PARLAMENTS UND DES RATES zu Schlüsselkompetenzen für lebensbegleitendes Lernen). Über diese Kompetenzen sollten alle Bürger verfügen. Der Referenzrahmen umfasst acht Schlüsselkompetenzen:
- Muttersprachliche Kompetenz
- Fremdsprachliche Kompetenz
- Mathematische Kompetenz und grundlegende naturwissenschaftlich-technische Kompetenz
- Computerkompetenz
- Lernkompetenz
- Soziale Kompetenz und Bürgerkompetenz
- Eigeninitiative und unternehmerische Kompetenz
- Kulturbewusstsein und kulturelle Ausdrucksfähigkeit.
Der Grund für diese Empfehlung der EU liegt in der Globalisierung. Diese stellt auch die Europäische Union vor immer neue Herausforderungen, so dass alle Bürger eine breite Palette an Schlüsselkompetenzen benötigen, um sich flexibel an ihr Umfeld, und damit auch der Arbeitswelt, anpassen zu können. Denn dieses ist durch raschen Wandel und starke Vernetzung gekennzeichnet. Die Erläuterungen zu diesen Kompetenzen finden sich im Anhang der Quelle.
Teil 6: Die Form der Bewerbung und Alternativen
Partner der ARUS Consulting | München | www.arus-consulting.de


Kompetenzbegriffe


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