Glossar zu den neuen Studienmöglichkeiten

In die Bologna-Konzeption eingebunden ist, im Sinne eines lebenslangen Lernen, die Möglichkeit, nach einigen Jahren Berufstätigkeit wieder ein Masterstudium, in Voll- oder berufsbegleitender Teilzeit, aufzunehmen. Die Begriffe werden im nachfolgenden Glossar erläutert, das um weiterführende Links ergänzt ist.

Die Pfeil gifGrafik zeigt die unterschiedlichen Qualifikationsmöglichkeiten und Wege vom Bachelor über den Master bis zur Promotion im Rahmen des sogenannten Bologna-Prozesses. Der reguläre Studienweg führt vom Vollzeit-Bachelor, je nach Studienrichtung und Hochschule in 6 bis 8 Semester, direkt in die Berufspraxis.

Ein weiterführendes konsekutives (fachaufbauendes) oder nicht-konsekutives (neue Fachrichtung) Masterstudium, mit dann 4 bis 2 Semester, kann sich direkt anschließen. Eine neue Möglichkeit ist es aber auch, den Master berufsbegleitend zu absolvieren.

Eine Gesamtstudienzeit von insgesamt 10 Semestern soll dabei nicht überschritten werden. Mit allen Abschlüssen, auch nach dem Bachelor über eine besondere Prüfung, besteht dann die Möglichkeit zur Promotion.

In der Bundesrepublik sind zum WS 2010/2011 bereits 11.549 Studiengänge auf das neue Bachelor- und Mastersystem durch entsprechende Akkreditierungen umgestellt worden, das sind rund 82 % (HRK, Statistische Daten 2010).

Kleines Glossar zum Bologna-Prozess

Grafik: Darstellung der neuen Studienmöglichkeiten zum Bologna Prozess

Abschlüsse
Akkreditierung
Akkreditierungsagenturen
Akkreditierungsrat
Bachelor oder Bakkalaureus
Bologna-Erklärung
Bologna-Reader
Credit Points
Curriculum
Diploma Supplement (DS)
ECTS Punkte
ECTS System, Bewertungsskala und Grade
ECVET, Europäisches Creditpunkte System für die berufliche Aus- und Weiterbildung
Europäische Qualifikationsrahmen (EQR / EQF)
Europass
Fachhochschuldiplom (bisheriges)
Fremdsprachen - Sprachverständnis und Tests
Hochschuldiplom (bisheriges)
Hochschulranking
Kopenhagen-Prozess
Konsekutiver Studiengang
Master
MBA - Master of Business Administrations
Modularisierung von Studiengängen
Nationaler Qualifikationsrahmen (NQR)
Nicht konsekutiver Studiengang
Peer Review
Promotion
Qualifikationsrahmen
Schlüsselqualifikation
Transcript of Records
Weiterführende Links

Abschlüsse

Nach fünf bis acht Semestern – der Regelfall sind 6 oder 7 Semester – erwirbt man mit dem Bachelor oder Bakkalaureus als Hochschulabschluss einen ersten berufsqualifizierenden Abschluss der zum Berufseintritt befähigt.

Wer seine Kenntnisse weiter vertiefen möchte kann anschließend an einer deutschen oder ausländischen Hochschule ein Masterstudium, auch in einem anderen Fach, anschließen.

Bei den stärker anwendungsorientierten Studiengängen werden die Abschlussbezeichnungen B.A. Bachelor of Arts bzw. M.A. Master of Arts ohne weitere fachlich Zusätze vergeben. Dazu gehören z.B. Studiengänge der Sprach- und Kulturwissenschaften, der Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften oder der Kunstwissenschaft. In den Fächergruppen Mathematik, Naturwissenschaften, Medizin und Veterinärmedizin, in den Agrar-, Forst- und Ernährungswissenschaften sowie in einigen Ingenieurwissenschaften wird in der Regel der Abschluss eines B.Sc., Bachelor of Science vergeben.

Die Zuordnung zwischen eher anwendungsorientiertem (B.A./M.A.) oder forschungsorientiertem (B.Sc./M.Sc.) Studiengang wird allerdings häufig nicht »sauber« vorgenommen. Augenscheinlich glauben viele Universitäten, wenn sie den Studiengang als forschungsorientiert ausweisen, eine größere Reputation zu erlangen. Aber für den Bachelor spielt die Ausrichtung inhaltlich noch keine Rolle. Diese Festlegung trifft aber alleine die Hochschule, im Rahmen der Akkreditierung spielt das keine Rolle.

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Akkreditierung

Alle neuen Studiengänge müssen vor Studienbeginn hinsichtlich ihrer Inhalte und der Qualität begutachtet werden. Dabei werden die einzelnen Studiengänge oder die Hochschule in ihrer Gesamtheit – in einem mehrstufiges Verfahren, das auf dem Prinzip des Peer Review beruht – im wesentlichen nach folgenden Kriterien bewertet:

  • Gibt es eine Leitidee, inhaltliche Ziele und stimmt das Profil des Studiengangs damit überein?
  • Ist das das Curriculum auf diese Ziele ergebnisorientiert abgestimmt?
  • Ist die die Studierbarkeit durch organisatorische Maßnahmen gewährleistet?
  • Orientiert sich der Studiengang an Erfordernissen des Arbeitsmarktes?
  • Sind die personellen und sächlichen Ressourcen ausreichend?
  • Gibt es ein Konzept für eine nachhaltige Qualitätssicherung?

Die Begutachtung wird in Deutschland durch eine der zehn anerkannten Akkreditierungsagenturen durchgeführt. Diese sind durch den Akkreditierungsrat, beauftragt, Studiengänge zu akkreditieren. Die Akkreditierungen gelten in der Regel fünf Jahre.

Als Begutachtungsverfahren stehen entweder die Programmakkreditierung oder die seit 2008 durchführbare Systemakkreditierung zur Verfügung.

Programmakkreditierung
Bei der Programmakkreditierung wird im Schwerpunkt das Konzept des einzelnen Studienganges begutachtet.

Systemakkreditierung
Bei der Systemakkreditierung steht das Konzept der Hochschule zur Qualitätssicherung in Studium und Lehre im Mittelpunkt. Dabei muss die Hochschule nachweisen, dass das Qualitätsmanagement (QM)-System die Einhaltung der formalen Vorgaben für Bachelor- und Masterstudiengänge sicherstellt und die gleiche Qualität der Studienprogramme gewährleistet wie die Programmakkreditierung. Das setzt voraus, dass die Hochschule dieses QM-System in Studium und Lehre eingeführt hat und dieses studiengangsübergreifend umgesetzt wird.

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Akkreditierungsagenturen

Folgende Agenturen sind in Deutschland berechtigt das Qualitätssiegel des Akkreditierungsrates an von ihnen akkreditierte Studiengänge mit den Abschlüssen Bachelor/Bakkalaureus und Master/Magister zu vergeben (Stand 09.06.2009):

  • Agentur für Qualitätssicherung durch Akkreditierung von Studiengängen link.gifAQAS e.V., Bonn
  • Akkreditierungsagentur für Studiengänge der Ingenieurwissenschaften, der Informatik, der Naturwissenschaften und der Mathematik link.gifASIIN, Düsseldorf
  • Agentur für Qualitätssicherung und Akkreditierung kanonischer Studiengänge link.gifAKAST, Eichstätt
  • Akkreditierungsagentur für Studiengänge im Bereich Heilpädagogik, Pflege, Gesundheit und Soziale Arbeit e.V. link.gifAHGPS, Freiburg
  • Akkreditierungs-, Certifizierungs- und Qualitätssicherungs-Institut link.gifACQUIN e.V., Bayreuth
  • Foundation for International Business Administration Accreditation link.gifFIBAA, Bonn
  • Evaluationsagentur Baden-Württemberg link.gifevalag, Mannheim
  • Organ für Akkreditierung und Qualitätssicherung der Schweizerischen Hochschulen link.gifOAQ, Bern
  • Österreichischen Qualitätssicherungsagentur link.gifAQA, Wien
  • Zentrale Evaluations- und Akkreditierungsagentur Hannover link.gifZEvA, Hannover

Für den Bereich der MBA Ausbildung lassen sich die Hochschulen häufig auch durch die folgenden Agenturen akkreditieren, die in der Regel ein weitergehendes Prüfungskonzept verfolgen:

  • The Association to Advance Collegiate Schools of Business link.gifAACSB, Tampa, USA
  • The Association of MBAs link.gifAMBA, London
  • European Foundation for Management Development link.gifEFMD, die das EQUIS-Siegel für ganze Institutionen und das Epas-Siegel für einzelne Studiengänge vergeben, Brüssel.

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Akkreditierungsrat

Grafik Akkreditierungssystem, Quelle Akkreditierungsrat

Der Forderung nach Qualitätssicherung im Hochschulbereich wurde mit der Einrichtung des Akkreditierungsrates im Jahr 1998 Rechnung getragen. Der Akkreditierungsrat wurde lt. Gesetz vom 15. Februar 2005 in die link.gifStiftung zur Akkreditierung von Studiengängen in Deutschland übergeführt.

Hauptaufgaben des Akkreditierungsrates sind die Begutachtung und Akkreditierung der Agenturen, die ihrerseits die Studiengänge akkreditieren sowie die Formulierung von Leitprinzipien für die Akkreditierungsverfahren. Den Aubau zeigt Ihnen die Pfeil gifGrafik.

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Bachelor oder Bakkalaureus

Mit dem erfolgreichen Abschluss des Bachelor-Studiums wird in 6 bis 8 Semester ein erster eigenständiger berufsqualifizierender Abschluss erworben. Ein wesentlicher Unterschied zu den Bachelor-Abschlüssen, die an amerikanischen Hochschulen erworben werden können, besteht darin, dass in den USA der Bachelor nicht immer automatisch berufsberechtigend ist.

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Bologna-Erklärung

Im Juni 1999 wird die so genannte Bologna-Erklärung von 30 Ministerinnen und Ministern unterzeichnet. Weitere 16 europäische Länder haben zwischenzeitlich ihren Beitritt zu diesem Bildungsprozess erklärt. Ziel der Bologna-Erklärung ist die Schaffung eines europäischen Hochschulraums bis 2010. Dies soll durch die Umsetzung der Bologna-Ziele erreicht werden.

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Bologna-Reader

Im link.gif Bologna Reader, herausgegeben von der Hochschulrektorenkonferenz, sind alle relevanten Texte wie die Umsetzung der Ziele des Bologna-Prozesses an deutschen Hochschulen erreicht werden können zusammengestellt. Dazu gehören verbindliche nationale Referenztexte, Empfehlungen zur Umsetzung, Arbeitshilfen aus Modellprojekten und aus den Hochschulen, internationale Vereinbarungen, Sachstandsberichte und Stellungnahmen sowie eine Liste nationaler und internationaler Akteure im Bologna-Prozess mit nützlichen Links.

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Credit Points

»Leistungspunkte«, »Credit Points« und »ECTS-Punkte« sind synonym. Sie beschreiben den angenommenen Arbeitsaufwand von Studierenden. Dabei entspricht 1 Leistungspunkt 30 Arbeitsstunden. Das Bachelor-Studium ist so angelegt, dass Studierende bei einem Arbeitsvolumen von 40 Stunden pro Woche und 45 Arbeitswochen gleich 1.800 Stunden im Jahr das Studium in der Regelstudienzeit abschließen können. Damit kann man in der Regel pro Semester 30 »Credit Points« erarbeiten. Die Leistungspunkte beziehen, neben dem Besuch der Vorlesungen, den Arbeitsaufwand mit ein.

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Curriculum

kleine Grafik: Wertschöpfungskette nach Porter, © 2008 Personalmanagement Riemann

»Curriculum«, lat. für Ablauf des Jahres, wird gelegentlich unzutreffenderweise mit Lehrplan oder Lehrzielvorgabe (input) gleichgesetzt. Ein Lehrplan ist aber in der Regel auf die Aufzählung der Unterrichtsinhalte beschränkt.

Das Curriculum orientiert sich hingegen mehr an Lehrzielen bzw. Lernergebnissen (outcome) und am Ablauf des Lehr- bzw. Lernprozesses bzw. des Studienganges. Insbesondere enthält es Aussagen über die Rahmenbedingungen des Lernens.

kleine Grafik Neues St. Galler Management Modell nach Rüegg-Stürm

Bei der Begutachtung der betriebswirtschaftlichen Studiengänge unterlege ich meine Fragestellungen auch mit dem, eher innerbetrieblich wirksamen, Modell der ergebnisorientierten Wertschöpfungskette nach Michael Porter (Pfeil gifGrafik) und dem um das Umfeld erweiterte neuere St. Galler Management Modell (Pfeil gifGrafik), ergänzt um die folgenden studien- und bereichsübergreifenden, »vernetzten« Themen.

  • Fachlich: Informations- und Wissensmanagement, Risiko-, Qualitäts- und Umweltmanagement, Arbeitsschutz
  • Methodik: Projektmanagement, Planspiele, vernetztes Denken und Handeln
  • Sozial: Ethik, Corporate Governance, Corporate Social Responsibility, Betriebs- und Arbeitspsychologie
  • Führung: Management von Diversity und Interkulturalität sowie Gesundheitsmanagement
  • Personal: Sprachen, Auslands- und/oder betriebliche Erfahrungen, Entwicklung der Fähigkeit zum lebenslanges Lernen

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Diploma Supplement (DS)

Das »Diploma Supplement« (DS) ist ein Text mit einheitlichen Angaben zur Beschreibung des Hochschulabschlusses und der damit verbundener Qualifikationen, der offiziellen Dokumenten über den Hochschul-Abschluss – Verleihungs-Urkunden und Prüfungs-Zeugnis – als ergänzende Informationen beigefügt wird. Das DS wird in der Standardform in englischer Sprache ausgestellt. Es enthält neben den persönlichen Angaben:

  • Art und Ebene eines Abschlusses
  • Status der Hochschule (»Institution«)
  • detailliertere Informationen über das Studienprogramm (Zugangsvoraussetzungen, Studienanforderungen, Studienverlauf, weitere Informationen)
  • im »National Statement« eine Beschreibung des deutschen Studiensystem

Leider fehlt dem DS in seinen Vorgaben eine wirklich aussagekräftige Komponente zum Studienerfolg und dem Verhalten. Das »Diploma Supplement« und das dazugehörende »Transcript of Records« sollten daher zusätzlich für alle Studiengänge in einer deutschen Übersetzung erstellt werden, eine echte Beschreibungen der Fähigkeiten und Fertigkeiten enthalten, die ein Absolvent erworben hat, eine Beschreibung der wirklich vermittelten stofflichen Inhalte und eine Aussage zum Sozialverhalten. Damit könnte das DS gerade auch für mittelständische Unternehmen ein echtes Auswahlkriterium werden.

Das DS sollte das Europass-Logo tragen.

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ECTS Punkte

Siehe Credit Points.

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ECTS System und Bewertungsskala

Das ECTS ist das Europäische System zur Anrechnung, Übertragung und Akkumulierung von Studienleistungen - European Credit Transfer and Accumulation System, siehe auch  Credit Points). Die erzielten Leistungen werden dabei klassisch mit Noten bewertet. Daneben ist es gute Praxis, den nationalen Noten die sogenannte ECTS-Bewertungsskala hinzuzufügen. Dabei werden die Leistungen der Studierenden untereinander verglichen: Die Studierenden erhalten dabei folgende Bewertung

  • A für die besten 10 %
  • B für die nächsten 25 %
  • C für die nächsten 30 %
  • D für die nächsten 25 %
  • E für die letzten 10%
  • F und FX für Studierende, die nicht bestanden haben.

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ECVET

»European Credit System for Vocational Education and Training«, Europäisches Creditpunkte System für die berufliche Aus- und Weiterbildung als Teil des EQR /EQF. Dieses System ist auf europäischer Ebene noch in der Entwicklung.

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Europäische Qualifikationsrahmen (EQR / EQF)

Siehe unter Qualifikationsrahmen

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Europass

Logo Europass

Der europass ist ein umfassend verwendbares Dokument, der im Rahmen des neuen europäischen Bildungsprogramm LEBENSLANGES LERNEN ausgestellt wird. Er soll Qualifikationen und Kompetenzen auf europäischer Ebene vergleichbar aufzeigen, fördern und sichtbar machen. Die europass-Gesamtstrategie basiert auf einem im Dezember 2004 vom Europäischen Parlament und vom Europäischen Rat verabschiedeten Rahmenkonzept.

Jeder Bürger kann den europass so nutzen, wie es seinen Bedürfnissen und Vorstellungen entspricht. Auch das Diploma Supplement soll dieses Logo tragen. Weitere Informationen findet man bei der Nationalen Agentur Bildung für Europa beim Bundesinstitut für Berufsbildung (NA beim BIBB) unter link.gif Europass.

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Fachhochschuldiplom (bisheriges)

Das Diplom (FH) entspricht im internationalen Vergleich dem vierjährigen Bachelor honours.

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Fremdsprachen - Sprachverständnis und Tests

Das Beherrschen einer Fremdsprache (in der Regel neben der Muttersprache je nach beruflicher Region Englisch, Französisch oder Spanisch) sollte fester Bestandteil der akademischen Aus- und Fortbildung sein.

Der Gemeinsame Europäische Referenzrahmen für Sprachen des Europarats (Common European Framework of Reference - CEFR), in Kurzform Gemeinsamer Europäischer Referenzrahmen (GER), legt Empfehlung vor, die den Spracherwerb, die Sprachanwendung und die Sprachkompetenz bedarfsorientiert, transparent und vergleichbar machen soll.

In drei Ebenen mit je zwei Niveaus werden die Fähigkeiten in den Bereichen Erfahrungen beschreiben, Sach-Informationsaustausch und Alltagssituationen wie folgt beschrieben:

  • A Elementare Sprachverwendung (A1 und A2)
  • B Selbständige Sprachverwendung (B1 und B2)
  • C Kompetente Sprachverwendung (C1 fortgeschrittenes Niveau; C2 nahezu muttersprachlich)

Eine Erläuterung findet sich unter link.gifWikipedia: Europäische Referenzrahmen für Sprachen, weiterführende Informationen finden sich auf den Seiten des link.gifGoethe-Instituts.

Sprachtests sind:

  • BULATS, Business Language Testing Service, für Firmen und Organisationen, die Bewerber, Mitarbeiter oder den Erfolg ihrer Schulungen testen wollen. Das Ergebnis gibt eine anschauliche Beschreibung, was der Testteilnehmer tatsächlich in einer Arbeitssituation in der Fremdsprache leisten kann. Das Testsystem gibt es für Englisch, Französisch, Spanisch und Deutsch, link.gifBulats
  • Cambridge Certificate, ESOL - English for Speakers of Other Languages, ist eine Serie von Englisch-Prüfungen der Universität Cambridge, link.gifCambridge-Exams
  • GMAT, Graduate Management Admission Test, ist häufig eine Voraussetzung für ein  MBA-Studium. Der Test soll die sprachlichen und mathematisch logischen Fähigkeiten testen. Er wird ausschließlich computerunterstützt und nur in Englisch durchgeführt.link.gifGMAC.com
  • ILEC, International Legal English Certificate, testet die Rechtssprache, link.gifCambridge-Exams
  • IELTS, International English Language Testing System, prüft das Niveau der Sprachkenntnisse derjenigen, die in einem englischsprachigen Land studieren oder arbeiten möchten, link.gifBritish Council
  • TOEIC, Test of English for International Communication, zur Messung der Kompetenz im internationalen Berufsenglisch auf der mittleren und fortgeschrittenen Ebene, link.gifETS-TOEIC
  • TOEFL, Test od Englisch as a Foreign Language, es werden die Fähigkeiten von nicht-muttersprachlichen Sprechern der englischen Sprache im Bereich des Verständnisses und der Anwendung des Englischen auf akademischer Ebene bewertet, link.gifETS-TOEFL.

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Hochschuldiplom (bisheriges)

Das Diplom- oder der Magisterabschluss einer Universität oder gleichgestellten Hochschule entspricht dem Master Abschluss.

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Hochschulranking

Hochulrankings dienen der Bewertung der Qualität von Forschung und Lehre an Hochschulen anhand von Ranglisten. Sie dienen als Informationsquelle für Abiturientinnen und Abiturienten, Studierende, Hochschulen, Ministerien und sonstigen Interessierten. Die umfangreichsten und m.E. aussagekräftigsten werden vom link.gif CHE Centrum für Hochschulentwicklung in Verbindung mit dem link.gifZEIT Hochschulranking veröffentlicht. Bei der Anwendung in der Personalauswahl sollte allerdings nicht vergessen werden, dass mit den Rankings keine Verknüpfung auf das Vermögen des einzelnen Studierenden verbunden sein kann.

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Kopenhagen-Prozess

Ein den Bologna-Prozess der akademischen Ausbildung erweiternder Prozess, der den gesamten Bereich der beruflichen Bildung umfasst. Ziel ist es, die europäische Zusammenarbeit in der beruflichen Bildung zu verstärken. Er wurde 2002 von den Bildungsministern der EU angestoßen.

Zu den Themenfeldern des Kopenhagen-Prozesses zählen:

  • Stärkung der europäischen Dimension der beruflichen Bildung
  • Verbesserung der Transparenz zwischen den nationale Systemen und den berufsqualifizierenden Abschlüsse
  • Erarbeitung einer Qualitätssicherung in der Berufsbildung
  • Entwicklung von Grundsätzen zur Validierung von informell und non-formal erworbener Qualifikationen und Kompetenzen

Seit 2003 haben die Arbeitsgruppen schon vier wesentliche Produkte erarbeitet:

  • einen einheitlichen Transparenzrahmen für Qualifikationen und Kompetenzen (Europass)
  • Europäische Prinzipien zur Identifizierung und Validierung non-formal und informell erworbener Lernergebnisse
  • einen gemeinsamen europäischen Bezugsrahmen zur Qualitätssicherung
  • Prinzipien eines Grundmodells für ein europäisches Leistungspunktesystem für die berufliche Bildung (ECVET).

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Konsekutiver Studiengang

In einem konsekutiven Studiengang wird das Studium fachlich und inhaltlich aufbauend auf dem Erwerb des Bachelor- oder Bakkalaureusgrades zu einem Masterabschluss geführt.

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Master

Das Masterstudium wird in 2 bis 4 Semester entweder direkt im Anschluss an ein Bachelor-Studium oder später berufsbegleitend absolviert. Dabei können sowohl konsekutive wie auch nicht konsekutive Studiengänge gewählt werden.

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MBA - Master of Business Administrations

Das Ziel eines MBA's ist soll die Befähigung sein, Führungsaufgaben in Unternehmen zu erwerben. Dazu gehören in der Regel Kenntnisse aus allen Bereichen, wie sie auch die Wertschöpfungskette nach M. Porter abbildet. Häufig sind der GMAT® und/oder der TOEFL Voraussetzung diesen Studiengang aufnehmen zu können.

Ursprunglich wurde der MBA als betriebswirtschaftlich orientierter Aufbaustudiengang für Natur- und Geisteswissenschaftler nach einer entsprechenden Berufspraxis konzipiert. Heute wird er (leider) auch als direkter konsekutiver Studiengang angeboten.

Der Begriff MBA ist nicht geschützt und kann daher fast von jedem verliehen werden. In Deutschland darf der Titel aber nur geführt werden, wenn er in einem akkreditierten Studiengang erworben wurde. Als Entscheider sollte man daher genau prüfen, an welcher Einrichtung der Titel erworben wurde.

MBA Ausbildungsstätten, die sich auch international profilieren wollen, tragen häufig auch die Gütesiegel von AASCB, EQUIS oder FIBAA siehe ( Akkreditierungsagenturen).

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Modularisierung von Studiengängen

Die Modularisierung im Studium bedeutet zunächst eine Neuorganisation der Studienstruktur. Dabei werden Lehrveranstaltungen wie Vorlesungen, Übungen, Praktika, Exkursionen oder Seminare zu thematischen Einheiten, den Modulen, zusammengefasst. Maßgeblich für die Zusammensetzung eines Moduls ist die abprüfbare Teilqualifikation, die durch das Absolvieren dieses Moduls erlangt werden soll.

Eine modularisierte Studienstruktur unterscheidet sich von der in Diplom- und Magister-Studiengängen vorherrschenden fächerorientierten Studienstruktur. Ein fächerorientiertes Studium besteht aus wenigen Fächern, wobei jedes Fach viele Lehrveranstaltungen umfasst, die - in der Regel - über einen Zeitraum von mehreren Jahren absolviert und erst dann im Rahmen einer Fachprüfung abgeschlossen werden. Ein modularisiertes Studium besteht aus vielen Modulen, zu denen jeweils nur wenige Lehrveranstaltungen gehören. Modulprüfungen erfolgen idealerweise studienbegleitend, d. h. jedes Modul wird direkt nach Abschluss der zum Modul gehörenden Lehrveranstaltungen noch vor Beginn des nächsten Semesters geprüft.

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Nationaler Qualifikationsrahmen (NQR)

Siehe unter Qualifikationsrahmen.

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Nicht konsekutiver Studiengang

In einem nicht-konsekutiven Studiengang wird das Master-Studium nach dem Bachelor mit fachlich anderen Inhalten weitergeführt, z.B. Elektrotechnik mit Chemie oder Biologie.

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Peer Review

Das »Peer-Review« (Kreuzgutachtung) ist ein Beurteilungsverfahren im Wissenschaftsbetrieb (oder von Projekten in Unternehmen) durch unabhängige Gutachter, die sogenannten »Peers« (Ebenbürtige oder Gleichrangige) mit dem Ziel der Qualitätssicherung.

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Promotion

Promotion ist in Deutschland eine akademische Prüfung mit der man einen Doktortitel erlangt. Zweck der Promotion ist es, die Fähigkeit zur wissenschaftlichen Arbeit am Beispiel der Bearbeitung eines Spezialgebiets zu belegen; sie berechtigt zu eigenständiger Forschung.

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Qualifikationsrahmen

Europäischer Qualifikatiosrahmen (EQR / EQF)

Der EQR (oder EQF European Qualifications Framework) ist ein Referenzrahmen, der die in Europa vorhandenen unterschiedlichen Bildungsabschlüsse übersetzt und vergleichbar macht. Die Qualifikationen werden dabei nach den erreichten Ergebnissen / Kompetenzen und nicht nach den Inhalten oder Formalien unterteilt. Das europäische Bildungssystem wurde in 8 Stufen unterteilt, wobei der BA der Stufe 6, der Master der Stufe 7 und die Promotion der Stufe 8 entspricht. Dieser Entwicklungsprozess dauert noch an. Weitere Informationen findet man beim BBiB unter link.gifEuropäischer Qualifikationsrahmen.

Nationaler Qualifikatiosrahmen (NQR)

Einen deutschen NQR gibt es noch nicht, es existiert nur ein Entwurf. Auf Hochschulebene ist er allerdings für die Stufen 6 bis 8 seit 2005 beschlossen und beschreibt die Lernergebnisse nach Wissen und Können.

Können: instrumentale, kommunikative und systemische Kompetenz.
Wissen: Wissensverbreiterung, -vertiefung und -erschließung.

Der NQR soll allerdings keine einschränkende Verbindlichkeit haben, sondern soll den Hochschulen einen Orientierungsrahmen bei der (Weiter-) Entwicklung ihrer Studiengänge bieten. Damit wird eine Profilbildung der einzelnen Hochschulen ermöglicht, die Freiheit der Forschung und Lehre nicht beeinträchtigt und trotzdem eine Vergleichbarkeit gewahrt.

Sektoraler Qualifikatiosrahmen (SQR)

Sektorale Qualifikationsrahmen der Hochschulen stellen ebenfalls keine Verbindlichkeit dar und sollen die Hochschulen nur bei der (Weiter-) Entwicklung ihrer modularisierten Studiengänge unterstützen. Derzeit gibt es Entwürfe bzw. Vereinbarungen für die Wirtschafts-, Sozial- und Ingenieurswissenschaften sowie die Chemie.

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Schlüsselqualifikation

Alle fachlichen, körperlichen, physischen und sozialen Qualifikationen, die den Berufstätigen befähigen, heute und in Zukunft auf veränderte Anforderungen flexibel reagieren zu können, nennt man Schlüsselqualifikationen. Im Rahmen des Bologna-Prozesses sollen gerade die außerfachlichen Kompetenzen verstärkt, und im Idealfall vernetzt, vermittelt werden um die Beschäftigungsfähigkeit zu erhöhen. Definitionen und Erläuterungen finden Sie unter die Schlüsselqualifikationen zum Kompetenzprofil oder in der link.gif Studie SQ21.

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Transcript of Records

Im Transcript of Records, der Abschrift der Studiendaten, sind die Leistungen der Studierenden in leicht verständlicher und umfassender Form aufgeführt. Dies ermöglicht leichter einen Studienort- und Hochschulwechsel. Es sollten folgende Angaben enthalten sein:

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Weiterführende Links

link.gif Bachelor Welcome Eine Erklärung deutscher Arbeitgeberverbände zum Bologna Prozess
link.gif Der Bologna Prozess Eine Information des Bundesministeriums für Bildung und Forschung
link.gif EURYDICE Das Informationsnetzwerk zum Bildungswesen in Europa
link.gif Hochschulrektorenkonferenz zum Bologna-Prozess
link.gif Der Kopenhagen-Prozess in der beruflichen Bildung, das BMBF zum Konzept berufliche Bildung und lebenslangem Lernen.
link.gif EU Bildungspolitik Wissenswertes rund um die europäische Bildungspolitik, offizielle Website des BBIB.

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